Heizung tauschen im Altbau: Wärmepumpe oder Brennwert?
5.5.2026 · 9 Minuten Lesezeit · geprüft von [PLATZHALTER Meistername], Meister SHK · emre Haustechnik
Ein Entscheidungsbaum für den Heizungstausch im Bestand, der Heizlast-Check und ein Kostenvergleich über 15 Jahre.
Die Entscheidungsfrage
Beim Heizungstausch im Altbau geht es selten um Technikbegeisterung, sondern um drei nüchterne Größen: erreichbare Vorlauftemperatur, Heizlast und Investitionsrahmen nach Förderung.
Eine Wärmepumpe arbeitet dann wirtschaftlich, wenn die Vorlauftemperatur im Auslegungsfall niedrig genug bleibt. Erreicht das Gebäude das nicht und ist eine Dämmung kurzfristig nicht geplant, kann ein Brennwertgerät die ehrlichere Übergangslösung sein.
- – Vorlauftemperatur unter 55 °C erreichbar? → Wärmepumpe meist sinnvoll
- – Heizkörper großzügig dimensioniert oder Flächenheizung? → Wärmepumpe
- – Dämmung in den nächsten Jahren geplant? → Wärmepumpe mit Auslegung darauf
- – Sanierung nicht absehbar, Kessel defekt? → Brennwert als Übergang prüfen
- – Kein Platz für Außeneinheit oder Schallthematik? → Alternativen prüfen
Der Heizlast-Check
Grundlage jeder Entscheidung ist eine Heizlastberechnung – nicht die Kesselleistung der Altanlage. Alte Kessel sind fast immer überdimensioniert; wer diese Leistung fortschreibt, kauft eine zu große Wärmepumpe, die taktet und zu viel Strom verbraucht.
Zusätzlich prüfen wir die Heizflächen raumweise. Häufig reicht der Tausch einzelner Heizkörper in kritischen Räumen, statt das gesamte Verteilsystem zu erneuern.
Ein hydraulischer Abgleich gehört immer dazu – technisch sinnvoll und zugleich Fördervoraussetzung.
Kostenvergleich über 15 Jahre
Der Investitionsvergleich allein führt in die Irre. Entscheidend ist die Summe aus Investition nach Förderung, Energiekosten und Wartung über die Nutzungsdauer.
| Position | Gas-Brennwert | Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Investition vor Förderung | 12.000–20.000 € | 27.000–45.000 € |
| Förderung | in der Regel keine | bis zu 70 % |
| Investition nach Förderung | 12.000–20.000 € | ca. 10.000–25.000 € |
| Energiekosten pro Jahr | abhängig von Gaspreis und CO₂-Preis | abhängig von Strompreis und JAZ |
| Wartung pro Jahr | ca. 200–300 € | ca. 200–350 € |
Was wir konkret machen
Wir nehmen die Anlage vor Ort auf, berechnen die Heizlast, prüfen die Heizflächen und rechnen die Förderung durch. Danach bekommen Sie eine Empfehlung mit Zahlen – inklusive der ehrlichen Aussage, wenn die Wärmepumpe in Ihrem Gebäude aktuell nicht die beste Lösung ist.
Als SHK-Meisterbetrieb übernehmen wir Ausbau, Einbau, Inbetriebnahme, Abgleich und später auch Wartung und Notdienst über unsere Muttergesellschaft emre Haustechnik.
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